Tag der offenen Tür
17.01.2025 | News
am Samstag 17. Jänner 2026, 09:00 - 13:00 am Berufsbildungszentrum Schlanders

Wichtige Information:
Tag der offenen Tür am Berufsbildungszentrum Schlanders:
Samstag, 17.01.2026 von 09:00-13:00 Uhr
Eindrücke vom Tag der offenen Tür.
Tag der offenen Tür am Berufsbildungszentrum Schlanders und der angegliederten Berufsfachschule für Steinbearbeitung in Laas
Es waren viele, die an diesem 17. Jänner 2026 die Gelegenheit nutzten, sich am „Tag der offenen Tür“ über Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren, welche das Berufsbildungszentrum Schlanders bzw. die BFS für Steinbearbeitung bieten.
Jugendliche mit der Absicht, einen berufspraktischen Weg einzuschlagen - sei es in einer der Berufsgrundstufen (Metall/Elektro/Bau/Holz, Metall/Elektro oder Bau/Holz), sei es in einer 1. Klasse der Fachschulen oder einem der hier angebotenen Lehrberufe - konnten so Eindrücke über die Berufsfelder gewinnen. In offenen Werkstätten arbeiteten Schüler an Werkstücken.
Info-Points im Eingangsbereich und in der Pausenhalle versorgten das Publikum mit allen Auskünften über die Schule. Flyer lagen zum Mitnehmen bereit. Auf Wunsch waren Online-Einschreibungen möglich. Ein Kärtchen, sechzehn Mal abgestempelt beim Besuch verschiedener Stationen, war gegen eine Thermosflasche oder Stofftasche einzutauschen. Auch für Verpflegung war bestens gesorgt.
Neben zahlreichen Informationsständen säumten Exponate, Modelle, Bauteile, Entwürfe und Konstruktionen als Ergebnisse des Unterrichts Gänge und Werkhallen in beiden Schulen.
Für die Berufsfachschulen für Bautechnik sowie für Metall und Robotik und für die Berufsgrundstufen standen jeweils eigene Klassenräume bereit. Dort konnten sich Besucher über den fachpraktischen, fachtheoretischen und allgemeinbildenden Unterricht informieren.
Im Eingangsbereich war der LVH mit einem Online-Quiz (10 Fragen zu den Berufen im Handwerk) und kleinen Geschenken vertreten.
Die Berufsfachschule für Steinbearbeitung präsentierte eine Auswahl handgefertigter, geschliffener und polierter Marmorarbeiten sowie weitere Marmorobjekte, ein Gipsmodell, Naturstudienzeichnungen und ein Schriftbeispiel. Gleichzeitig verwies sie auf die parallel stattfindende Veranstaltung in Laas.
Gleich daneben zeigte sich die Fachrichtung Metalltechnik und Robotik mit einem Video. einem Grillofen aus Stahl und diversen Werkstücken. Ausgebreitet auf Tischen waren eine Schildkappe, eine Standuhr, Modelle eines Ein-Zylinder- und eines Zwei-Zylinder-Druckluftmotors, zwei Mini-Roboter, ein geschmiedeter Kerzenständer (alle aus Stahl), ein Nostalgietrack aus verschiedenen Metallen, ein Schonhammer, ein Mini-Amboss, eine Kanone aus Drehteilen, ein Modellflugzeug, eine Wasserwaage und Schlüsselanhänger aus Aluminium und verschiedene CNC-Frästeile.
Eine Klasse weiter informierte die Fachrichtung Bautechnik über ihre Tätigkeit. Dazu verwendet wurden ein Präsentationsvideo und Anschauungsmaterial. Zu sehen waren Modelle von Dachkonstruktionen samt Details, Info-Blätter mit Holzverbindungen und Schalungsarten, ein Futtertrog, Modelle einer gewendelten Stiege und eines Gartenhäuschens mit Wandaufbau, außerdem verschiedene Baumaterialien. Videos einer Sprachreise und Lernmodule der Allgemeinbildung rundeten das Bild ab.
Dem Gang weiter runter fand sich in einer Klasse alles Wissenswerte über die drei Grundstufen.
Mit einem Video, informativen Plakaten und vielfältigen Anschauungsobjekten machten die Schüler die angebotenen Ausbildungswege anschaulich. Zu sehen waren unter anderem ein aus Mosaiksteinen gefertigtes Brettspiel, eine Vase aus Dämmplatten und Gips, ein Ölgemälde auf Gipsplatte, ein Metall-Flaschenöffner und eine funktionierende Wechselschaltung. Das Publikum konnte sich an einem Teufelsknoten versuchen.
Im Foyer der Schule machte die Berufsfachschule für Metalltechnik/Robotik auf sich aufmerksam. Eine Vielfalt von Ausstellungsstücken – vielfach Projektarbeiten, teils auf Tischen, teils in Schaukästen zierten die Schau: eine Bohrmaschine, das Modell eines 2-Zylinder-Druckluftmotors, eine hydraulische Abkantpresse, eine Hydraulikpresse, ein Werkzeugkoffer, eine Hebevorrichtung für Motorräder, ein Spaßmobil-Bierkastengocart mit Anhänger, ein Miniroboter, eine Blechschere, eine Feuerstelle zum Kastanienbraten, ein Grillofen (alle aus Stahl), der Auspuff einer Vespa aus rostfreiem Stahl ein Lastenheber aus Stahl und Messing, ein Traktormodell aus Stahl mit Leichtmetallrädern aus Messing, ein Mini-Modell eines Formel-1-Wagens aus Messing, das Modell eines Motorblocks eines 8-Zylinder-Verbrenners aus Aluminium (CAM-Übung), ein voll funktionsfähiger und programmierbarer Roboterarm aus Aluminium (Projektarbeit 4./5. Klasse). Außerdem: ein geschmiedeter Kerzenständer aus Stahl, das Modell einer Kanone Stahl und Messing,
das Modell des Ortler-Gipfelkreuzes aus Edelstahl, weitere Arbeitsstücke aus Metall.
Nahezu futuristisch wirkte die Simulation von Arbeitsvorgängen, gezeigt auf einem Video.
Zugegen an diesem Tisch war die Firma Hoppe AG, die sich im Rahmen der „offenen Tür“ vorstellte – vielleicht eine Adresse für künftige Abgänger der BFS für Metalltechnik und Robotik.
Wer Losglück bei einer Verlosung hatte, darf sich bald über eine Säulenbohrmaschine freuen.
Publikumsmagnet war ein Übungstisch, der in seinen Dimensionen und seiner elektronischen und digitalen Ausführung den Standards der WRO (Idem internationalen Roboterwettbewerb) entspricht. Unterschiedliche aus Legosteinen („Legotechnik“), mit EV 3-Motoren ausgestatteten und mit Sensoren und Aktoren versehenen mobilen Modell-Robotern, faszinierten die Besucher. Diese Miniatur-Roboter sind identisch zu programmieren und zu bedienen wie Roboter in modernen Industriebetrieben.
- Gyro Boy, der auf Farben und Gegenstände reagiert und Balance hält, während er herumfährt
- Farbsortierer, der aufgeladene, gescannte farbige Gegenstände richtig ablegt
- Roboter-Hund, der auf Streicheleinheiten oder Fütterung entsprechend reagiert
- Roboterarm H25, der Gegenstände aufhebt und woanders ablegt
Diese metallenen Miniroboter, die gewisse Bewegungsabläufe vollziehen können, sind mit ARDUINO-Microcontrollern für die Programmierung und Tinkercad als Planungs- und Simulationssoftware ausgestattet – ein Projekt der 1. Klasse.
Daneben arbeiteten Schüler mit einer Software zur Steuerung eines 3D-Druckers.
Nebenan im PC-Raum zeichnete man mit den Programmen AutoCad bzw. Inventor. Wie die Festigkeit von Baustahl durch Bruch-, Zug-, Scher- und Biegeversuche ermittelt wird, zeigte die Arbeit an einer Universalprüfmaschine im Labor, ebenso Härteprüfungen mit verschiedenen Verfahren. Ein weiterer Schwerpunkt: der Einsatz von CAD/CAM-Software samt praktischer Anwendung auf neuesten CNC-gesteuerten Maschinen. Interessierte konnten von Schülern die Funktionsweise eines Labortisches für den Aufbau elektropneumatischer Schaltpläne erfahren.
In den Werkhallen der Berufsfachschule für Metalltechnik und Robotik arbeiteten Schüler der 2. Klasse an Drehbänken und Fräsmaschinen. Teile von Bohrmaschinen (4. Klasse) entstanden auf 3- 5-Achsen-CNC-Fräsmaschinen, weiters Lochmaschinen und Übungsteile für Innengewinde auf konventionellen Fräsmaschinen. In der Werkhalle daneben beobachtete das Publikum das autogene Schweißverfahren. Zudem wurden im Stahlbau kleine Werkzeugkisten zum Mitnehmen auf dem neuen Faserlaser und der CNC-Abkantmaschine gefertigt. Am Ende dieser Halle, an der Schmiedeesse, formten Schüler Hufnägel.
Zurück ins Foyer: Auf einer großen Schauwand aus gelben Schaltafeln und einem Präsentationsvideo machte nochmals die Berufsfachschule für Bautechnik auf sich aufmerksam. Am Stand erläuterten Vollzeitschüler der Berufsfachschule für Bautechnik all jenes, was sie in Praxisworkshops und in Zusammenarbeit mit externen Unternehmen erarbeitet, konstruiert und an innovativen Projekten sowohl in der Baukonstruktionslehre als auch im Praxisunterricht durchgeführt hatten, u. a. verschiedene Flachdachmodule, Bogentragwerke, Holz- und Massivtreppen, experimentelle Modellobjekte. Einen Hauptschwerpunkt in der Bearbeitung dieser Projekte bildet dabei das effektive Arbeiten mit AutoCAD. Zusätzlicher Blickfang war außerdem das Maturaprojekt.
Verschiedene Schaltungen, Messübungen und vor allem die Gefahren des elektrischen Stroms – kurzum die Grundlagen der Elektrotechnik – waren das Thema, über das im Elektrolabor unterrichtet wurde.
Tür an Tür - der zukunftsträchtige Bereich der Elektronik. Dabei legten die Schüler das Innenleben der Roboter offen und erläuterten dessen Funktionsweise anhand vergrößerter Schaltsymbole, die über Steckfelder verbunden werden können.
In der Maurerwerkstatt beeindruckten zahlreiche Arbeiten, die ohne Zweifel in den Bereich des Kunsthandwerks fallen. Besonders ins Auge fielen sorgfältig ausgeführte Sichtmauerwerke mit unterschiedlichen Motiven, die Hannes Pircher für die Berufsweltmeisterschaft 2019 in Kasan (Bronze) anhand spezieller Schnitttechniken entwickelt und umgesetzt hatte.
Daneben waren ähnliche Trainingsarbeiten zweier ehemaliger Schüler zu sehen, die an einer Italienmeisterschaft teilgenommen haben.
Ein Hingucker war ein mehrere Meter langer Mauerzug, zusammengesetzt aus versetzt angeordneten Abschnitten unterschiedlicher Vollziegel. Diese bildeten den Schriftzug „Südtirol“ und wurden ergänzt durch ein Sichtmauerwerk, in dem sich klar der Südtiroler Adler abzeichnete – ein imposantes Trainingswerk von Rafael Stenico, der bei den Europameisterschaft 2025 in Dänemark Gold gewonnen hat.
An einem digitalen Messparcours mit Totalstation, Rotationslaser und GPS-Messgerät konnten Besucher die Distanz, die sie abgeschätzt hatten, überprüfen. Neben kleineren Sachpreisen gab es ein Distanzmessgerät, eine Wasserwaage und einen Rudi-Pullover zu gewinnen.
Schüler der Grundstufe errichteten eine Mauer aus Duplex-Ziegeln. Zwei Schüler der Berufsfachschule für Bautechnik, die 2027 in Düsseldorf an den EuroSkills für Schalungsbauer teilnehmen werden, schalten eine konische Mauer ein. Andere Schüler der Fachschule fertigten eine Trägerschalung an, wieder andere eine Fundamentschalung.
Die Firma Interfama GmbH war an diesem Tag mit einer Deckenschalung vertreten.
Eine Etage höher wartete die Gesundheitserziehung mit Tipps für die mentale Gesundheit im digitalen Alltag auf:
- „Stress-Check“: Ein kurzes Quiz, mit dem Anwesende ihren Mediankonsum reflektieren und erkennen konnten, wie dieser ihren Stresslevel beeinflusst.
- Ecke für „Digitale Hygiene“: Ein Memory-Spiel in Form von Holzklötzchen mit Lösungsansätzen auf deren Hinterseite. Etwa: Wie schaffe ich es, das Smartphone abends beiseite zu legen, um besser zu schlafen? Wie kann man Benachrichtigungen reduzieren, um sich besser zu konzentrieren?
- „Meine Stress-Balance“ - eine Pin-Wand, geteilt in zwei Hälften: Interessierte konnten auf Zettel aufschreiben, was ihnen Energie gibt bzw. raubt. Diese Zettel wurden dann an der entsprechenden Hälfte der Pin-Wand befestigt.
Zum Mitnehmen erhielten die Gäste Papierröllchen mit Anregungen für Entspannungsübungen.
Zwei Schritte abseits – Tische mit Informationsmaterial der Lernberatung. Ein Lernpuzzle zeigte auf, wie man leichter lernen kann. Dabei wird zunächst der eigene Lerntyp ermittelt. Darauf aufbauend können Ziele entwickelt werden, um Informationen über verschiedene Sinneskanäle effektiver aufzunehmen. Fachpersonal informierte darüber, wie das Lerncoaching in der Praxis funktioniert. Die Besucher fanden die Möglichkeit, sich spielerisch mit ihrer Konzentrationsfähigkeit auseinanderzusetzen. Dabei sollten Legosteine so schnell wie möglich nach Farbe sortiert werden.
Schülerinnen des Handels hatten drei Kojen dekoriert.
- „Trink mehr Wasser“
- Gesundes und ungesundes Essen
- Doppelleiter – versehen mit gesunder Ernährung
Auf einem Thekentisch standen etliche Getränke, die zu einem Ratespiel anregten. Teilnehmer bei dieser „Zucker-Challenge“ mussten raten, wie viel Zucker in den einzelnen Getränken vorhanden ist. Informationen über Krankheiten und Beschwerden, die zu viel Zucker auslösen kann, ein Plakat zu Ernährungspyramide und ein Tisch mit gesunder Pause ergänzten die Themeninsel.
Am Tiefbauer-Beruf interessierten Gästen wurden in einer Klasse alles Wissenswerte vermittelt. Dazu diente nicht nur diverses Informatiosmaterial. Mit Hilfe einer GPS-basierten 3D-Baggersteuerung konnte sich jedermann am Baggerfahren erproben.
Im Gang davor wurden Werkstücke und Schnitttechniken der Fliesenleger präsentiert. Bereitliegende Flyer gaben den Besuchern einen Überblick über den Beruf. Ein Mitarbeiter der Firma Internform GmbH bot den Gästen die Möglichkeit, unter fachkundiger Anleitung Fliesen an einer Übungswand selbst zu verlegen. Er hatte zudem sein Meisterstück – den Teil einer Stiege – als Exponat mitgebracht.
Nebenan in der Malerwerkstatt, in der Schaubilder mit verschiedenen Maltechniken an der Wand den Rundgang säumten, arbeiteten Lehrlinge der 2. Klasse an Entwürfen zum Thema „Musikschule“. Zu bewundern waren auf Holz aufgetragene Spachtelarbeiten, dazu veranschaulichten Schüler dekorative Spachteltechniken (Stucco) und Schriften. Holz- und Marmorimitationen als Beispiele für kreative Techniken wurden zu Demonstrationszwecken auf Karton aufgetragen.
In einer einladenden Malecke für Groß und Klein entstanden kreative Mandalas auf Stein und Holz. Maltechniken mit Schwamm, Walze und Lappen und ein Twister-Spiel vervollständigten das bunte Angebot.
In der Tischlerwerkstatt wurde das Publikum vor die Herausforderung gestellt, anhand von Übungsstücken aus Fichtenholz, eine Berechnung für die Sparren- bzw. Deckeneinteilung vorzunehmen. Aus zehn kleinen Zirbelholzstücken entstand in einem Legespiel ein stilisierter Ball. Andere kleinere Legesiele waren zum Mitnehmen gedacht. Schüler der 2. BFS zeichneten Dachkonstruktionen und arbeiteten diese aus. Schüler der 1. und 3. Klasse erstellten formschlüssige Holz- bzw. Schwalbenschwanzverbindungen. Solche Verbindungen sind in Decken- und Dachkonstruktionen gängig. Mit Hilfe von Kettenstemmer für Schlitze und Zapfenfräsmaschine veranschaulichten die Jugendlichen, wie eine Säule mit
Zur Schau gestellt waren Modelle, etwa verschiedene Dachkonstruktionen, eine ¾-gewendelten Treppe und zahlreiche weitere Arbeiten aus dem Praxisunterricht.
In der Berufsfachschule für Steinbearbeitung in Laas hatte man so wie jedes Jahr ein offenes Atelier eingerichtet, während dem Publikum in Führungen die Berufe des Steinmetzen und des Steinbildhauers näher gebracht und die Berufsfachschule generell vorgestellt wurde.
Im Ausstellungsraum der Schule finden sich neben den immer von Neuem zu bestaunenden Marmorbüsten und bildhauerischen Werken Schautafeln mit Querschnittarbeiten aus den Fächern Schrift, Entwerfen und Gestalten sowie Freihandzeichnen. Über das künstlerische Profil der Schule gaben im Gebäude Arbeitsergebnisse noch weiterer Fächer, etwa Modellieren und Kunst, Auskunft.
Im Atelier verrichteten Schüler beeindruckende Punktierarbeiten und freie Arbeiten an individuellen Skulpturen in Marmor. In einem anderen Atelier wurden Abgipsarbeiten durchgeführt. Werkzeuge für den Eigengebrauch wurden in der Schmiedeecke gefertigt.
Im Zeichenraum gestalteten Schüler Exlibris-Symbole für Linoldrucke. Anschließend befestigten sie diese auf Marmorstücke, sodass sie als Stempel verwendet werden können.
Vorgestellt wurde das Abschlussprojekt der 3. Klasse, das in Zusammenarbeit mit dem Ofenbauer Robert Battisti realisiert wird. Für den Prototyp eines Kachelofenmodells mit integriertem Heizsystem gestalten die jungen Künstlerinnen und Künstler maßgefertigte Reliefformen und kalkulieren die dafür anfallenden Kosten.
