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Ausstellung „Zeichen setzen“ – Jung und Alt im Dialog

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Der Andrang war groß bei der Vernissage der Ausstellung „Zeichen setzen“ am Freitag, 7. April in der St. Markuskirche in Laas. Direktorin Virginia Tanzer fand bewegende Worte für das Projekt, das an der Berufsfachschule für Steinbearbeitung umgesetzt wurde: „Wenn wir an der Schule solche Ideen verwirklichen können, werden Träume wahr.“ Auf Initiative der Alzheimer Vereinigung Südtirol trafen sich 9 Studenten der Steinbildhauer-Meisterklasse mit 9 Senioren aus Laas um über Lebenswege, Erinnerungen an Schönes und Trauriges und einschneidende Erlebnisse zu reden. Von diesen Gesprächen inspiriert setzten die Studenten das Gehörte in bildliche Darstellung um. Entstanden sind ganz persönliche Werke, die sowohl für die Kunstschaffenden selber, als auch für die jeweiligen Seniorenpartner eine große emotionale Bedeutung haben. „Ungeplant wurde während der Gespräche auch ein Stück Südtiroler Geschichte aufgearbeitet“, erzählte der künstlerische Leiter des Projekts Benno Simma. Krieg, Option, Auswanderung, Armut und Hunger prägten die Jugendzeit der Senioren. Simma lobte den Einsatz der Schüler und bedankte sich bei den Fachlehrern für Stein-, Metall- und Holzbearbeitung, die ihre Fachkenntnisse in die Entstehung der Skulpturen einfließen ließen.
Auch Ulrich Seitz, Präsident der Alzheimer Vereinigung und Initiator des Projekts freute sich über das Ergebnis, das für die ASAA von sehr großem Wert sei: „Solche Initiativen helfen uns die Menschen in Südtirol für das Thema zu sensibilisieren.“
Bürgermeister Andreas Tappeiner war begeistert, dass sich die Senioren in das Projekt hatten einbinden lassen und ihre reiche Lebenserfahrung bereitwillig mit den jungen Menschen geteilt haben.
Die Ausstellung ist noch bis zum 12. April täglich von 17 – 19 Uhr in der St. Markuskirche in Laas zu sehen.

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